Die OTZ-Jena berichtete am 04.02.2010 wie folgt:
Im Hofcafe Burgen besuchen
Neue Wandreliefs im Lindiger Lehmhof sollen Urlauber anregen
Lindig (OTZ/Eger). Das Wasserschloss „Zur fröhlichen Wiederkunft" in Wolfersdorf/Trockenborn, die Leuchtenburg in Seitenroda oder die Rudolstädter Heidecksburg sind nicht weit voneinander entfernt. Noch näher beieinander liegen sie künftig im Hofcafe im Lehmhof in Lindig. An den Lehmge-fachen entstehen derzeit farbige Lehmreliefs, die verschiedene Thüringer Burgen, aber auch den Herzogstuhl, das Grüne Haus oder das Alte und Neue Jagdschloss zeigen. „Wir wollen unseren Gästen und Urlaubern einfach eine Anregung geben, was sie hier in der Region alles entdecken können“, sagt Hofinhaberin Sylvia Otto. Die Arbeiten führen ihr Sohn Kevin Otto, Hofmitarbeiter Francois Adler und Stuckateurgeselle Tobias Mayer aus Ludwigsburg aus. Letzterer stieß auf den Lindiger Lehmhof durch den Denkmalhof in Gernewitz. Zusammen mit Francois Adler lässt er sich dort zur Fachkraft für Lehmbau ausbilden. „Bei uns in der Gegend ist Lehmbau einfach nicht so verbreitet", erklärt er die Stippvisite in Thüringen, die nach bestandener Prüfung mit einem Eintrag in die Handwerksrolle belohnt werden soll.
Kevin Otto, Tobias Mayer und Francois Adler gestalten im Cafe im Lindiger Lehmhof Wandreliefs mit Thüringer Burgen. (Foto: OTZ/Annett Eger)
Die Arbeit im Lehmhof in Lindig biete dazu eine schöne Ergänzung. Für die Suche nach geeigneten Motiven half der Thüringer Tourismusverband „Saaleland“. Aber auch auf historische Postkarten greifen die Männer zurück. Die Bilder werden eingescannt und mit einem Beamer an die Wand „geworfen". Dann werden die Umrisse eingekratzt und der zuvor eingefärbte Lehm auf- gespachtelt. Wichtig sei, dass der Untergrund gut durchfeuchtet ist, damit er sich mit dem neuen Material verbindet. Gut werden jetzt im Winter die Wellnessangebote mit Lehmbad, Infrarotsauna, Massageliege und Heilkräuteranwendungen angenommen, sagt Sylvia Otto. Am 13. Februar dreht sich alles um den Valentinstag. Ab 15 Uhr können Geschenke gebastelt werden.
Die "Kneipp-intern-Thüringen" berichtete im Dezember 2010 wie folgt:
Thüringer Kneipp-Forum m Lehmhof Lindig bei Kahla
Ein Glücksfall, wenn Tagungsort und Tagungsthema auf so ideale Weise miteinander harmonieren, wie zu unserem am 30.10.2010 stattgefundenen Thüringer Kneipp-Forum der Vereinsleiter, Kita- und Schulleiterinnen. Der Lehmhof Lindig bot den optimalen äußeren Rahmen,
aber auch konzeptionelle Übereinstimmung zwischen unserem Kneipp-Gesundheitsprogramm und der im Lehmhof angebotenen Lehmtherapieanwendungen nach Felke. Dieser Emmanuel Felke (ein evang. Pfarrer) war ein Zeitgenosse von Sebastian Kneipp; er lebte von 1856 bis 1926 und war ebenfalls Vertreter der Naturheilkunde. Durch ihn wurde die bekannte Felkekur begründet. Es ist ein Naturheilverfahren mit den Elementen Licht, Luft, Wasser, und Lehm kombiniert mit Bewegung und Entspannung, vitaminreicher vorwiegend vegetarische Ernährung und homöopathischer Komplextherapie. Indikationen sind Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Haut und des Stoffwechsels. Geführt von der Initiatorin des Lehmhofs, Frau Otto, hatten die Teilnehmer unseres Forums Gelegenheit die dortigen, aus ökologischen Baustoffen errichteten Gebäude, die Kräuterterrasse, eine Hochbeetanlage, ein Lehm- und Wassertretbecken zu besichtigen. Schon diese Aufzählung lässt die Verwandtschaft
der beiden Naturheilverfahren erahnen. Natürlich wurde auch gearbeitet. Die 66 Teilnehmer, überwiegend aus thüringer Kneipp-Kindergärten und Kneipp-Schulen, einige Vereinsleiter,
der Vorstand des Kneipp-Bund LV Thüringen, die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle, der Bildungswart, sowie die Leiterinnen für Kindergarten- und Schulprojekte, hatten Gelegenheit, den Vortrag des 1. Vors. des Kneipp-Bund LV Thüringen, Herrn Dr. med. Scholze, zu hören:
„Wer war Sebastian Kneipp? — sein Leben und Wirken — Reflexionen in heutiger Zeit."
Der Vortrag unseres Bildungswartes Herr Löse beschäftigte sich mit der Qualitätssicherung bei Kita- und Schulprojekten. Die anschließende Diskussion war also hinreichend angeregt.
Die "Seele" des Lehmhofs, Frau Otto, kümmerte sich vorbildlich um das leibliche Wohl aller Teilnehmer. Es gab selbstgebackenen Kuchen und wohlschmeckende Kräutersüppchen, die Zutaten kamen selbstverständlich aus ökologischem Anbau. Für diese vorbildliche Betreuung möchten wir uns bei Frau Otto herzlich bedanken.
Christine Kühn,
Mitarbeiterin der Geschäftsstelle
KB-LV Thür. e.V.
Die OTZ-Jena berichtete am 18.11.2010 wie folgt:
Kalter Lehm macht warm: LehmWellnesstag für Kinder
in Lindig

Lehmtreten in der "Badeabteilung" im Lehmhof, der seit kurzem Mitglied des Kneipp-Bundes ist.
Die Knirpse aus dem Kindergarten "Im Leutratal" Maua waren gestern die ersten Gäste beim Lehm-Wellnesstag im Lehmhof Lindig.
Lindig. Matschen macht Spaß, den Knirpsen aus dem Kindergarten "Im
Leutratal" in Maua genauso wie allen anderen Kindern. Und doch schaute
mancher gestern etwas skeptisch in die Schüsseln und Wannen, die Sylvia
Otto im Lehmhof Lindig den Kindern bereit gestellt hatte. Denn die
braune Masse darin sah schon etwas komisch aus wie Lehm eben. Aber als
der erste mit seinen Füßen in der Wanne stand, fanden sich schnell
Nachahmer.
Die Mädchen und Jungen aus dem Kneipp-Kindergarten waren gestern die
ersten Gäste beim Lehm-Wellnesstag im Hof von Sylvia Otto. Von ihr
erfuhren die Kinder, dass man mit Lehm nicht nur Häuser bauen, sondern
auch Krankheiten heilen kann. Sie erklärte ihnen, dass man dafür ähnlich
wie beim Wassertreten im Lehmmatsch herum tritt oder gar in eine ganze
Badewanne voller flüssigem Lehm eintaucht. "Der Lehm fördert die
Durchblutung und hilft Entzündungen oder Prellungen zu heilen. Selbst
bei Rheuma, Arthritis oder Sportverletzungen helfen Lehmpackungen oder
Bäder", erzählt die Spezialistin für Lehmanwendungen. "Die Lehmtherapie
ist seit etwa 100 Jahren bekannt und geht auf Pfarrer Emanuel Felke
(1856-1926) zurück. Er hat die Tradition der Lehmkuren u.a. in Bad
Sobernheim begründet, wo sie bis heute erfolgreich als Kuranwendung
angeboten wird", berichtet sie.
"Der Lehm ist ein bisschen kalt, aber auch ein bisschen warm, und die
Füße werden ganz doll warm", beschreibt der kleine Erik seine
Empfindungen beim Lehmtreten. "Das ist wie beim Wasser- oder
Schneetreten", ergänzt Felix. "Die verschiedenen Wasseranwendungen und
Bewegungsübungen sind unseren Kindern bestens bekannt, denn wir arbeiten
schon längere Zeit nach dem Kneipp-Grundsätzen", berichtet
Kita-Leiterin Sylke Pfeifer. In den Lehmhof sind sie gekommen, weil sie
sich 2010 am Projekt "Kerngesund auf den Spuren von Kneipp" beteiligen,
das von der Aktion Mensch unterstützt wird. Mit deren Hilfe konnte im
Kindergarten auch ein Kneippbecken gebaut werden, das am 2. Dezember
offiziell eingeweiht wird. Teil des Programms im Lehmhof war auch ein
Besuch im Kräutergarten, in dem die Knirpse Salbei, Zitronenverbene und
andere Kräuter sammelten, die dann in den Tee und die Kräutersuppe
kamen, die es zum Mittagessen gab.
Angelika Schimmel / 18.11.10 / OTZ
Die OTZ-Jena berichtete am 18.06.2010 wie folgt:
Volles Haus im Lehmhof Lindig

Lehmhof in Lindig stehen die Türen offen. Schüler des Kahlaer-Leuchtenburg-Gymnasiums versuchen sich im Feuer-Machen. Mit Feuerstein, Feuerstahl und Zunder gelingt es.
Wie haben die Menschen im Mittelalter gelebt? Antwort auf diese Frage
erhalten Schüler der 5. und 6. Klasse des Kahlaer
Leuchtenburg-Gymnasiums in dieser Woche auf dem Lehmhof in Lindig.
So authentisch wie möglich sollte es sein, sagt Ralf Braune aus Lindig,
der seit Jahren zum Mittelalter forscht und eine große Sammlung mit
historischen Handwerksgeräten und Waffen besitzt und vielen durch seine
Vorträge bekannt ist. Zusammen mit Hofinhaberin Sylvia Otto bereitete er
das Mittelalterprojekt für die Schüler vor. "Man muss sich heute
einiges einfallen lassen, um Kinder begeistern zu können", sagt Braune.
Dass er weiß, worauf es ankommt, beweisen die Jungen der Klassenstufe.
Die nämlich waren mächtig stolz, als es ihnen gelang, mit Feuerstein,
Feuerstahl und Zunder ein Feuer zu entfachen. Gebacken wurde kein Brot.
"Das kannte man im Mittelalter nicht", sagt Sylvia Otto. Sie setzte
einen Sauerteig an und mischte frische Kräuter unter. Im Ofen wurden sie
zu knusprigen Fladen gebacken. Auch bei kleinen Wehwehchen wusste
Sylvia Otto Rat. So gab es nicht etwa ein Pflaster, aus Spitzwegerich
band sie einen Schnittwundenverband für den Finger. Das Heilen mit
Kräutern stand dann auch am Donnerstag im Mittelpunkt. Heute dreht sich
alles um das Bauen im Mittelalter. Das Modell eines Hochständerhauses
soll angefertigt werden. Dies soll später für den Unterricht genutzt
werden können, kündigt Sylvia Otto an.
Die Schüler aus Kahla sind derzeit nicht die einzigen Gäste im Lehmhof.
Einquartiert sind diese Woche auch vier chinesischen Studenten. Sie
studieren an der Bauhaus-Universität in Weimar. Mit Lehmbau haben sie
sich bislang nur theoretisch beschäftigt.
Das Lehmstampfen und Herstellen von Lehmziegeln und Lehmputz war für sie
eine echte Premiere. Verewigt haben sich die Vier auch in den Räumen
der Lehmtherapie. Dort brachten sie an einer Lehmwand Tadelakt auf. Der
marokkanische Kalkputz soll als Schutz für die Wand dienen.
Offene Türen gibt es in Lindig auch am Sonntag. Von 10 bis 18 Uhr
beteiligt sich der Lehmhof an der Aktion "Offene Gärten", die an diesem
Tag im gesamten Landkreis stattfindet. Führen will Sylvia Otto die Gäste
durch ihre Hochbeete und Interessierten Bauanleitungen dafür verteilen.
Auch die Kräuter, die auf der Terrasse wachsen, werden vorstellt. Senker
u. a. für Ingwer-, Schoko- und Mandarinminze können sich Besucher
mitnehmen. Für musikalische Unterhaltung und das leibliche Wohl wird mit
Kaffee, Kuchen, Kräutersuppen, Bratwurst und Bier vom Fass gesorgt.
Annett Eger / 18.06.10 / OTZ
Die OTZ-Jena berichtete am 22.05.2010 wie folgt:
Lindig: Im Lehmhof ins Lehmbad steigen

* Sylvia Otto (rechts) stößt mit ihrem Sohn Kevin Otto (links) und Rainer Mayer-Staude von der Firma Pflaster-Design aus Kahla auf den neuen Wellnessbereich an.
Einen langen Atem hat Sylvia Otto, Inhaberin des Lehmhofes in Lindig bei Jena, bewiesen. Vor sieben Jahren begann sie, ihre Ideen auf dem elterlichen Hof umzusetzen. Erst entstand das Hofcafé, dann die Ferienwohnungen. Heute fällt um 15 Uhr der Startschuss für die Lehmtherapie.
Gäste können ab sofort bei Sylvia Otto, Inhaberin des Lehmhofes in Lindig, Lehmpackungen und Lehmbäder in Anspruch nehmen. Auch eine Infrarot-Sauna und eine Jade-Thermal-Massageliege können genutzt werden. "Das ist bislang einmalig in Thüringen", berichtet sie. Entstanden ist die neue Wohlfühloase im ehemaligen Abstellraum des Leiterwagens.
Sylvia Otto spricht von aufwändigen Umbauarbeiten, die ein Jahr dauerten. Das Hofteam habe fünf Tonnen Lehm verbaut. Ideen waren für die nötige Stabilität gefragt. "Wir stehen auf 2000 Sektflaschen. Zur Wärmedämmung wurden sie eingebaut", berichtet sie davon, dass der darunter liegende Gewölbekeller mit den Flaschen bestückt, verfüllt und mit einer Betondecke versehen wurde. Ansässige Firmen führten die Arbeiten aus und bauten die sanitären Anlagen ein.
Schlüsselerlebnis, sich überhaupt mit Lehmtherapie zu beschäftigen, war ein Schäferhund, der einem Praktikanten auf dem Hof gehörte. "Nach einem Unfall war der Hund schwer verletzt. Mit seiner offenen Wunde legte er sich in den frisch gestochenen Lehm. Ich dachte, jetzt ist alles zu spät, doch die Wunde heilte und er lebte noch zweieinhalb Jahre", erzählt sie. Fortan eignete sie sich Kenntnisse über die Lehmtherapie nach Emanuel Felke an.
Kontakt nahm sie zu Dr. Matthias Menschel auf. Der Facharzt für Allgemeinmedzin und Naturheilverfahren, der in Bad Sodernheim dem Wirkungsort von Felke Lehmtherapie anbietet, bot seine medizinische Betreuung an. Amtlich bescheinigt bekam Sylvia Otto eine gute Lehmqualität und eine Zulassung für die Therapien.
Der Lehm soll selbst nach dem Bad noch Verwendung finden. Mit Baustoffen gemischt, soll eine Lehmsauna im Freien gestampft werden. Ein Kneipptretbecken, eine Teeterrasse und ein Hochbeet gibt es hier bereits. Kontakt hat die Hofinhaberin auch zu Ralf Michelfelder geknüpft. Der Fitnesstrainer bietet künftig Kurse für Körper und Geist an.
Annett Eger / 22.05.10 / OTZ

